Regionale Arbeitszone Langenthal

Regionaler Mehrwert statt Lastenausgleich

Agglomerationsgemeinden mit einer gemeinsamen Arbeitszone? Es geht: mit Mehrwertprojekten. Das Modellvorhaben des Bundes zeigt, wie an Stelle des klassischen – regional kaum durchführbaren – Lastenausausgleichs alle Gemeinden von Mehrwertprojekten profitieren könnten. Erfolgreiche Arbeitszonen sind attraktiv erschlossen. Das ist nicht in allen 11 Gemeinden der Agglomeration Langenthal der Fall. Sie wollen darum ihre Arbeitszonen regional am besten Standort konzentrieren und gemeinsam davon profitieren. Der Bericht «Arbeitsregion Langenthal: Gemeinsame Bodenpolitik mit Mehrwertprojekt» bezeichnet sechs regional gut gelegene Arbeitszonen südlich von Langenthal, die gemeinsam verwaltet und vermarktet werden sollen. Ein klassischer Vor- und Nachteilsausgleich auf regionaler Stufe ist allerdings rechtlich kaum machbar und – da zu kompliziert – politisch nicht kommunizierbar. Die Region setzt darum auf einen einfaches Modell von Interessenbeiträgen. Die Planungsverfahren, die Infrastrukturkoste, auch die Steuereinnahmen bleiben weiterhin Sache der Standortgemeinden. Gemeinsam werden aber Mehrwertprojekte wie die Vermarktung sowie innovative Projekte (z.B. gemeinsame Kinderund Jugendbetreuung, spezielle Infrastrukturangebote nur für diese Arbeitszonen) je nach Interessenlage der Gemeinden unterschiedlich stark mitfinanziert. Das Projekt wurde vom Bund als Modellvorhaben unterstützt.